Bürger werden geschröpft, aber weiteres Museum geplant

Lützen ist pleite, so pleite, dass kein Geld für die geringsten zusätzlichen Aufgaben vorhanden ist. Selbst eine über, den Pflichtteil hinausgehende, Unterstützung der Kindertagesstätten ist nicht möglich. Die Elternbeiträge stiegen deshalb in einigen Einrichtungen um beinahe 100%.

Auf der anderen Seite leistet sich Lützen aber ein Museum, einen kleinen Zoo und ein Schwimmbad. Alle Einrichtungen können nicht wirtschaftlich betrieben werden und verursachen jährlich einen sechsstelligen Minusbetrag in den Stadtfinanzen.

Als ob das nun nicht reicht, gehen die Stadträte nun einem fragwürdigen Konzept auf den Leim, das der Stadt ein weiteres Museum vorschlägt (Besucherzentrum zur Schlachtfeldarchäologie ). Natürlich sind damit zunächst wieder Kosten in Millionenhöhe zu stemmen. Aber dann: bis zu 60.000 Besucher sollen jährlich Lützen besuchen. Doppelt soviele Menschen wie 2013 den Merseburger Dom besucht haben, dreimal mehr Besucher wie im Lutherhaus Eisleben, etwa soviele Besucher wie der Naumburger Dom zu verzeichnen hatte.

Selbst wenn man sich der Illusion hingäbe, dass man auch nur annähernd 60.000 Besucher erreichen könnte – das wäre vielleicht nach einer jahrelangen, weitere Millionen kostenden Werbekampagne sogar möglich – würde dieses Museum dennoch nicht wirtschaftlich sein. Weder die Döme, noch das Lutherhaus sind das. Zu erwarten ist ein teures Zuschussgeschäft wie auf Drängen des Landes auch schon mit der Arche Nebra entstanden ist.

Die Utopie am Ende der Geschichte sind entstandene Gaststätten und Hotels die viele Arbeitsplätze schaffen und Geld in die Stadtkasse spülen (siehe Nebra).

Lützen sollte statt viel Geld in Luftschlössern zu versenken lieber mit bereits vorhanden Stärken punkten. Das Zorbauer Gewerbegebiet, sowie auch die Gewerbegebiete in anderen Ortschaften haben noch freie Flächen. Nur ein wenig Energie in die Vermarktung dieser Flächen gesteckt und man könnte viele Arbeitsplätze schaffen und Steuereinnahmen für die Stadt generieren.

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