Fehlverhalten und Versäumnisse der Stadt

In der Sitzung vom 12.05.2016 diskutierte der Ortschaftsrat über den geradezu ruinösen Umgang der städtischen Angestellten mit den Einrichtungen und Gebäuden in der Ortschaft Zorbau

In den letzten Jahren hat der Ortschaftsrat keine Ansprüche auf Sanierungen und Instandsetzungen von Gemeindeeigentum in der Ortschaft Zorbau gestellt. Der Ortschaftsrat hat in anderen Ortschaften ein Nachholebedarf gesehen, der zunächst aufzuholen war. Das Verhalten der Angestellten der Stadt Lützen hat aber nun dazu geführt, dass sich der Ortschaftsrat mit den folgenden Missständen an die Stadt Lützen wendet.

1. Bei Reinigungsarbeiten auf dem Friedhof in der Woche vor Pfingsten wurden durch Mitarbeiter der Stadt vier Grabsteine umgestoßen und einfach liegen gelassen. Es hatte zunächst den Anschein, dass das durch Vandalismus geschehen sei. Erst Bürger, die darüber sehr erbost waren, informierten die Ortschaftsratsmitglieder, wer die Verursacher gewesen sind. Wenn Eigentümer der Grabstelle nach Ablauf der Frist den Auftrag erteilen die Grabstelle zu entfernen, hat das pietätvoll zu erfolgen. Wenn Grabstellen ohne Eigentümer entfernt werden, kann durchaus auch der Grabstein stehen bleiben, da sie der Stadt kein Geld kosten, im Gegenteil der Rückbau gespart wird und der Gesamteindruck eines Friedhofes erhalten bleibt.

2. Wenn nach erfolgter Heizungsreparatur in der Gaststätte die Maßnahme abgenommen wurden wäre, hätte man sicherlich .nicht übersehen können, dass der Fußboden zur Toilette nicht wieder verschlossen wurde und lediglich mit einem Teppich überdeckt wurde. Der erste Sturz eines Gastes kostet der Stadt sicherlich mehr, als diese kleine Reparatur. Zum anderen wurde der historische Name „Friedenseiche“ einfach überpinselt, ohne zu Hinterfragen, welchen Hintergrund das alles hat. Der jetzige Pächter hatte vor Beginn der Arbeiten nach besonderen Hinweisen gefragt. Es wurden ihm weder Hinweise zum historischen Hintergrund des Namens, noch zur Belieferung der Biermarke genannt. Wenn die Stadt einen großen Teil des Steuergeldes von einer Brauerei erhält, ist es eigentlich moralische Pflicht, dass im unmittelbaren Umfeld in einem öffentlichen Haus dieses Bier ausgeschenkt wird. Hier wird seitens der Stadt einfach darüber hinweg gegangen. Aber die Stadt Lützen sollte uns glauben, dass die Firmen, wie auch in anderen Sachen, einen besonderes Augenmerk darauf legen. Nur Geld abschöpfen und sich nicht um die Belange der Firmen kümmern, geht nur eine begrenzte Zeit.

3. Das Wohnhaus in der Straße der Freundschaft 4 in Zorbau wurde durch die Gemeinde Zorbau grundhaft saniert. In wenigen Tagen stehen voraussichtlich alle drei Wohnungen leer, weil die Mieter seit Jahren über anstehenden Schimmel klagen und nichts unternommen wird. Die Mieter der beiden großen Wohnungen wären niemals ausgezogen, wenn sie Hilfe erhalten hätten. Es ist offensichtlich, dass der Schimmelbefall nicht durch schlechtes Lüften, sondern durch die anstehende Nässe im Keller entsteht. Man kann derart gut erhalten Wohnraum nicht dem Verfall preisgeben, nur weil man geeignete Maßnahmen zur Beseitigung unterlässt.

Der Ortschaftsrat fordert die Stadt Lützen auf, besonders zu den drei genannten Problemen Abhilfen zu veranlassen, um weiteren Schaden von der Stadt abzuwenden. Das beinhaltet auch die Bestrafung der betroffenen Mitarbeiter im im geeigneten Maße. Der Ortschaftsrat bittet die Stadt um zeitnahe Information.

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